Rückblick auf die Damen 1 Saison

Wollte man die vergangene Saison der Hot Chocolates in wenigen Worten zusammenfassen, würde man wohl sagen: Schwache Hinrunde, fulminanter Abschluss inklusive Klassenerhalt. Es war beileibe keine einfache Saison, aber lasst uns ganz vorne beginnen.

Nachdem die erste Damenmannschaft der SGK aus personellen Gründen aus der Regionalliga zurückgezogen wurde, beschloss man die Saison 2016/2017 in der Oberliga zu bestreiten. Yvonne Golombek, die aufgrund ihrer Schwangerschaft eine Pause einlegen musste, erklärte sich bereit das Team als Coach zu betreuen. Mittlerweile ist der Chocolate-Nachwuchs wohlbehalten ins Leben gestartet und wir freuen uns über das jüngste Teammitglied Palina Maria! Coach war also gefunden, es fehlten also „nur“ noch Spielerinnen, denn einzig Regionalligaspielerin Patricia Raczek blieb der Mannschaft erhalten. Spielerinnen der zweiten Mannschaft (Landesliga) wurden akquiriert und auch einige Neuzugänge konnten verbucht werden. Mit vorerst 12 Spielerinnen startete das Team in die Saison. Nach den ersten Spielen wurde allen klar, es gab viel zu tun. Die Damen mussten sich kennenlernen und aufeinander einstellen. Viele Trainingseinheiten wurden genutzt, um grundlegende Prinzipien der Mann- und Zonenverteidigung zu verinnerlichen. Aber auch auf individueller Ebene musste zum Großteil basale Aufbauarbeit geleistet und das Spielverständnis der Einzelnen geschult werden. So etwas braucht Zeit. Das sollten die Kirchheimer Damen während der Hinrunde lernen, denn die ersten Spiele verlor man sang und klanglos. Wie gesagt, das ganze brauchte eben Zeit.

Einige Wochen nach Beginn der Saison freute man sich aber über die Rückkehr von Jana Maier-Hein, die sich zuvor im Ausland befand. Mit ihr kam eine erfahrene Spielerin, die lange in der Regionalliga mitwirkte und auch schon einige Minuten in der zweiten Bundesliga sammeln konnte. Kurze Zeit später entschloss man sich Susan Kulágin aus der Landesliga in die Oberliga zu holen, die mit viel Kampfgeist das Team unterstützten sollte. Außerdem verstärkte Centerin Katharina Wodajo nach ihrem Auslandsaufenthalt das Team und wurde im Verlauf zur Schlüsselspielerin der Hot Chocolate.

Zunächst folgte eine Niederlage der nächsten, das Spiel der SGK Damen wurde jedoch stetig besser. Der Umbruch ließ lange auf sich warten, kam aber schließlich im Spiel gegen den TV Freiburg-Herdern. Vor heimischem Publikum gewannen die Hot Chocolate nach großem Kamp das Spiel. Die Freude war riesig, der Knoten schien geplatzt. Und tatsächlich – auch im letzten Heimspiel der Hinrunde gegen den USC Heidelberg (Tabellenführer) bewiesen die Damen Kampfgeist, zwangen die Gäste sogar in eine Verlängerung, mussten sich diesem schlussendlich jedoch mit einem knappen Rückstand von fünf Punkten geschlagen geben. Eine bittere Niederlage, die der Mannschaft nichtsdestotrotz viel Selbstvertrauen für die Rückrunde gab und endlich zeigte, dass ein „echtes“ Team sich zu formen schien.

Die Rückrunde begann durchwachsen. Durch einige krankheitsbedingte Ausfälle brauchte man etwas Zeit bis man wieder in den Rhythmus fand. So gingen wichtige Spiele gegen die direkten Tabellennachbarn verloren.

Stefan Natto, der während der Saison bereits Trainingseinheiten übernahm, erklärte sich bereit Yvonne in den letzten Spielen zur Seite zu stehen. Obwohl man sich eigentlich in Sicherheit hätte wähnen können, da die Landesliga Damen vorzeitig Meister wurden, war man fest entschlossen den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Diese Entschlossenheit nahm das Team mit in die letzten beiden Spiele gegen den Tabellenzweiten (USC Freiburg) und den späteren Meister der Liga (USC Heidelberg). Die Damen der SGK lieferten zwei mitreißende Spiele ab. Man sah nun nicht mehr einzelne Spielerinnen auf dem Feld agieren, sondern ein Team, in dem jede für die andere eintrat und gemeinsam gewann man diese letzten Partien.

Rückblickend betrachtet erscheint es beinahe wie aus einem Film. Keine Sorge, wir wissen, dass wir hier nicht von einer Bundesligamannschaft sprechen. Aber dennoch, Breitensport kann genauso emotional sein. Und was wir aus dieser Saison gelernt haben, ist wie wichtig ein Teamgefühl ist. Ein paar zusammengewürfelte Spielerinnen, die in dieser Konstellation noch nie auf dem Parkett standen, entwickelten sich zu einer Mannschaft und erreichten gemeinsam das Ziel in der Oberliga West zu verbleiben. Wir freuen uns am Ende über einen tollen 7. Platz und danken hiermit nochmal herzlich allen Zuschauern, die den Weg in das Sportzentrum Süd fanden und uns lautstark unterstützten.

Für Kirchheim spielten: Haley Helgoth, Adrianna Böhmert, Katharina Wodajo, Luzie Komm, Jana Maier-Hein, Susan Kulágin, Patricia Raczek, Vanessa Achzenik, Regina Swientek, Tina Vellacher, Tanja Abdolmalaki, Saskia Reinhardt, Gwendolyn Eich und Jessica Herth.

Von der Bank unterstützten tatkräftig: Lena Maier-Hein und natürlich unsere Coaches Yvonne Golombek und Stefan Natto.