Stuttgart verschärft Krise in Kirchheim

Das Heimspiel gegen die Landeshauptstädter sollte als Initialzündung dienen um die „White Chocolates“ wieder in die Erfolgspur zu führen. Doch wieder einmal konnten die Gäste die Punkte aus Kirchheim mitnehmen und gewannen am Ende mit 86:70.

Das Spiel begann denkbar schlecht für die Gastgeber. Stuttgart fand hervorragend in die Partie und traf die ersten sechs Feldkörbe ohne Fehlwurf, wohingegen die Gastgeber ohne Fortune handelten und ein ums andere Mal den Wurf aus schlechter Position vergaben. 13:3 stand auf der Anzeigetafel ehe Coach Michael Herb reagierte und eine Auszeit nahm. Die folgenden Wechsel und Anweisung halfen nur bedingt. Stuttgart, auch begünstig durch die beiden Unparteiischen, spielte aus einem Guss und traf nach Belieben. Kirchheim forcierte das Tempo. Im Angriff wurden die Würfe zu unüberlegt und zu schnell abgeschlossen. In der Verteidigung legte man ebenfalls einen Gang zu, wurde aber immer wieder durch strittige Entscheidungen aus dem Spiel genommen. Trainer Herb: „Wir haben die Partie äußerst schlecht begonnen und haben den Kampf nicht angenommen“.

In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Gastgeber. Schnell konnten die ersten Punkte erzielt werden und den Rückstand verkürzen. Doch wieder erlaubten die Schiedsrichter keine weitere Aufholjagd. Gute Verteidigung wurde bestraft anstatt belohnt. Stuttgart hingegen nahm die Geschenke an und spielte weiter ihre Linie. Die harte Gangart hinterließ auch seine Spuren. Knapp 60 Fouls pfiffen die unparteiischen und ließen keinen Spielfluss zu. Diskussionen, Spielunterbrechungen und Meinungsverschiedenheiten diktierten in dieser Phase das Spiel. Am Ende gewannen die Gäste aus Stuttgart einen harten Kampf mit 86:70 (53:37) und Kirchheim muss weiter um das bestehen in der ersten Regionalliga zittern.

Trainer Herb zum Spiel: „In erster Linie müssen wir uns selbst einen Vorwurf machen. Wir haben zu keiner Zeit den Kampf als Team angenommen. In unserer Lage muss man alles zeigen und es wollen. Diesen Willen vermisse ich bei einigen Spielern und das macht die prekäre Situation nicht leichter“.

Es spielten:
Rittinger M. 18/3 Dreier, Datz 11, Rittinger P. 9/1, Elmas 7, Chatzidamianidis 6/1, Sommer 5, Golombek 5/1, Zimmermann 4, Ferri 3/1, Fuchs 2, Wörner,