„Hot Chocolates“ bezwingen den Meister im Lokalderby!

In der letzten Partie der Saison zeigten die Hot Chocolates, nach dem fulminanten Sieg gegen den USC Freiburg am vergangenen Samstag, abermals was in ihnen steckt und siegten in einem packenden Spiel gegen den diesjährigen Meister USC Heidelberg mit 63:60.

Die Partie begann ausgeglichen. Die Gastgeberinnen spielten von Beginn an eine Ganzfeldpresse, wodurch etwas Hektik auf Seiten der SGK erzeugt wurde. Nichtsdestotrotz erwischten die Kirchheimer Damen einen guten Start und konnten einige Male erfolgreich zum Korb penetrieren. So führte man nach den ersten 10 Minuten mit 13:12. Es war bereits in den ersten Phasen abzusehen, dass es ein schnelles und körperlich forderndes Spiel werden würde. Die Vorgabe für das zweite Viertel war also klar: Tempo herausnehmen und Ruhe in das Spiel bringen. Dies gelang den Kirchheimerinnen nur bedingt, verlor man doch einige Male durch unpräzise Aktionen und Unachtsamkeiten den Ball. Ab Minute 16 fingen sich die Damen wieder und 7 Punkte in Folge zum 28:21, durch Swientek, Wodajo und Maier-Hein, gaben den nötigen Aufschwung. Die Gastgeberinnen ließen jedoch nicht locker und so schaffte man es nicht sich abzusetzen. Mit einem Stand von 31:29 ging man in die Halbzeitpause. Diese galt es nun zu nutzen, um sich kurz von der anstrengenden Partie zu erholen und die Ansagen der Coaches Golombek und Natto zu verinnerlichen. Das dritte Viertel begann gut für die Kirchheimerinnen, nach 5 Minuten führte man mit 5 Punkten, bis die USC’lerinnen durch einen Dreipunktewurf auf 2 Zähler heran kamen. Dann jedoch die Wende: durch eine gute Verteidigung und mehrere Ballgewinne, u.a. von Maier-Hein und Wiedmann, sicher verwandelten Korblegern und gut ausgespielten Angriffen, erzielte man 10 Punkte in Folge und gewann das dritte Viertel mit 17:9. Mit einer Führung von 10 Punkten ging man also in das letzte Viertel, eigentlich ein gutes Polster. Die Anspannung, jedoch, war allen Spielerinnen deutlich anzusehen. Und tatsächlich, in den ersten drei Minuten schafften es die Damen des USC 11 Punkte in Folge zu markieren, sodass der hart erarbeitete Vorsprung der SGK dahin schmolz. Nun hieß es nicht aufzugeben und über die Defensive wieder ins Spiel zu kommen. In der 38. Minute war es dann abermals Maier-Hein, die einen Korbleger und anschließend einen Freiwurf verwandelte, sodass man auf einen Punkt heran kam. Danach 4 Punkte von Aufbauspielerin Helgoth, die jedoch prompt durch einen Dreipunktewurf des USC beantwortet wurden. 59 zu 59 und noch weniger als eine Minute zu spielen. Kirchheim war im Ballbesitz, vergab zwar einen Mitteldistanzwurf, doch zum wiederholten Male in diesem Spiel zeigte Wodajo ihre Klasse, sicherte sich den Offensivrebound und traf zum 61:59. Ein Foul der Kirchheimerinnen folgte, die Freiwerferin des USC traf jedoch nur einen der zwei Bonuswürfe. An der Anzeige las man 61:60 und der USC sah sich gezwungen die Uhr zu stoppen. Foul an Helgoth, die treffsicher beide Freiwürfe zum 63:60 verwandelte und damit sowohl die Spielerinnen auf der Bank, als auch die mitgereisten Fans von ihren Sitzen riss. Die verbleibenden Sekunden reichten den Gastgeberinnen nicht mehr, um den Rückstand von drei Punkten aufzuholen, sodass der verdiente Sieger dieser konditionell fordernden und spannenden Partie SG Kirchheim heißt.

Es war ein Spiel auf Augenhöhe mit dem diesjährigen Meister der Oberliga West, das durch Teamgeist, sowohl auf dem Feld als auch auf der Bank und dem nötigen Kampfeswillen gewonnen wurde. Zusätzlich konnte man sich durch diesen Sieg und der zeitgleichen Niederlage des direkten Konkurrenten im Abstiegskampf TG Sandhausen, den Verbleib in der Liga sichern.

Für Kirchheim spielten: Achzenik (4), Helgoth (12), Herth, Komm (3), Maier-Hein (19),  Swientek (4), Vellacher (2), Wiedmann (2), Wodajo (17)